Elefantenfriedhof 
 

Story


Hugi hat es bisher nicht leicht gehabt. Schon als Killerbaby kam er zur Welt und tötete seinen Geburtshelfer. Seine Eltern haben es daraufhin auch nicht lange mit ihm ausgehalten und ihn zur Adoption in einem Supermarkt ausgesetzt. Dort lebte er so vor sich hin und verwahrloste immer mehr, bis er eines Tages eine wunderschöne Kundin kennenlernte. Daraufhin fing Hugi an sich zu pflegen und man sah zum ersten Mal was für ein hübscher Kerl er doch war. Die Kundin ging mit ihm auch eine Beziehung ein, bis er eines Tages einen schweren Unfall erlitt und sein Gesicht verschandelt wurde...

Natürlich verließ die hübsche Kundin Hugi und sein Hass auf die Menschheit entstand. Ungefähr zwei Jahre später ist Hugi nicht mehr alleine, denn zusammen mit seinem fleischfressenden Elefanten Joe zieht er durch die Gegend und tötet jeden, der den beiden über den Weg läuft. Sei es der Postbote oder ein Passant, einfach jeder ist dran. Es dauert auch nicht lange und die beiden ziehen die Aufmerksamkeit des hiesigen Polizeihauptkommissars auf sich und die wilde Jagd beginnt...




Fazit

Marcel "Hugi" Hugenschütt ist ein noch relativ junger Comic-Zeichner, 1991 geboren, der in der Independent-Szene durch seine Elefanten Heftreihe auf sich aufmerksam gemacht hat. Mit Elefantenfriedhof wird quasi eine Zusammenfassung seiner Heftreihe veröffentlicht. Wer also keine Chance mehr hat die Hefte einzeln zu kaufen, der kann sich die Geschichten in Form eines Taschenbuchs kaufen.

Wer die Werke von David Füleki kennt und diese schon sehr bizarr aber absolut genial fand, wird hier sein blaues Wunder erleben. In einer Tour wird uns hier Splatter serviert, der sehr oft grenzwertig ist. Absolut nichts für schwache Magen! Abgesehen davon das man fast alles zu sehen bekommt, sind die Situationen auch absolut grotesk und widersprechen jeglicher Logik bzw. Realität. Um dieses blutrünstige Werk zu mögen, muss man schon diesen ganz speziellen Humor dafür haben. Sehr positiv ist die Auswahl der Charaktere, denn keiner von ihnen entspricht einem Stereotypen. Ansonsten ist die Serie wie ein westlicher Comic in klaren Comic-Strips aufgebaut. Der Zeichenstil enthält kräftige Outlines und genügend Details um den Panels Dynamik zu geben. Die Proportionen stimmen zwar nicht immer, aber das ist bei diesem Stil auch nicht gewollt. Ich würde sagen, Marcels Stil erkennt man sofort wieder. Es gibt zudem einige Gastzeichner, die in diesem Werk ihren Auftritt bekommen haben. Zum Beispiel an der Stelle, wo der junge und gut aussehende Hugi mit seiner Freundin zusammen ist. Aber die Zeichner könnt ihr ruhig selbst herausfinden.

Mir persönlich hat sich nach dem Lesen zwar der Magen umgedreht, aber dennoch gab es genügend amüsante und absolut verrückte Stellen zu lesen. ;) Ein Werk welches ich nur für spezielle Fans empfehlen kann, besonders wenn ihr Gefallen an David Fülekis Werken gefunden habt, könnte dieses Werk was für euch sein.





© Chiara
©
2013 by Marcel "Hugi" Hugenschütt/ Delfinium Prints Intoxicated, 2013


Wir danken Delfinium Prints für die Zusammenarbeit und die Bereitstellung eines Rezensionsexemplares.

Weitere Informationen

Zurück
Autor:
Chiara
Geschrieben:
06.12.2014 / 19:50
Druckansicht:
Anzeigen
Kommentare:
Lesen (0)
Bände:
Bisher 1
Empfohlen ab:
16+
Farbseiten:
Nein
Genre:
Comedy, Splatter
Herausgebracht:
Deutschland September 2013
ISBN:
978-3944089058
Preis:
8,00
Seitenzahl:
206
Verlag:
Delfinium Prints
Zeichner:
Marcel Hugenschütt