Story (Covertext)


Alles, was wir getan haben, war, uns ineinander zu verlieben. Aber unsere Liebe darf nicht sein. Warum ist sie eine "Sünde"?


Für den aufstrebenden Journalisten Mamiya sollte das Interview mit dem attraktiven Model Noel ein Routineauftrag sein. Doch schnell stellt er fest, dass sich hinter der glänzenden Fassade des umschwärmten jungen Mannes eine gepeinigte Seele quält, die diesen immer wieder zu selbstzerstörerischen Aktionen treibt. Traumatische Erfahrungen haben ihm jeden Glauben an menschliche Beziehungen genommen. Erschreckt und gleichzeitig fasziniert bemüht sich Mamiya, Noel näher zu kommen. Doch je mehr es ihm zu gelingen scheint, dem jungen Mann ein Stück Normalität und Glück zurück zu geben, umso mehr erregt er den Hass von dessen Schulfreund Chidori, der Noel liebt und den Gedanken nicht ertragen kann, dass jemand zwischen sie treten könnte...

 

Autor und Regisseur Kotaro Terauchi lässt das beliebte Manga-Genre lebendig werden und zeigt, dass sich dessen romantische und erotische Elemente nicht nur in Zeichnungen stimmig umsetzen lassen.

Die bittersüße Love Story wurde auf zahlreichen internationalen Film Festivals und Gay Film Festivals mit Begeisterung aufgenommen.



Bonusmaterial


Als Bonusmaterial vorhanden ist:

  • Making Of Special - Blick hinter die Kulissen
  • 8seitiges Booklet




Technische Informationen

  • Deutscher Herausgeber: Anime House 2009
  • Veröffentlichung: 25.05.2009
  • Genre: Boys Love 
  • Laufzeit: ca. 83 min
  • Sprache: Deutsch, Japanisch
  • Untertitel: Deutsch, Englisch
  • Regionalcode: 2 (Europa) / PAL
  • Bild: 16:9
  • FSK: 16 Jahre
  • Preis: 17,95€ (Amazon/UVP)


Menü


Das Menü hat eine ruhige Ausstrahlung und wirkt durch den weißen Hintergrund eher schlicht. Die Menüpunkte sind leicht leserlich und gut platziert. Durch die graue Schrift, die nach der Auswahl schwarz wird, ist immer gut erkennbar, welcher Punkt gerade ausgewählt ist. Während im Hintergrund eine sanfte Klaviermusik zu hören ist, sind einzelne Elemente am äußeren Rand animiert und verlaufen von links nach rechts bzw. umgekehrt. Die Untermenüs verfügen ebenfalls über die musikalische Klavierbegleitung, jedoch ist hier keine Animation vorhanden.

 

 



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Fazit

 

 

Verpackung

Die Verpackung besteht aus einer weißen, handelsüblichen Amaray-Hülle. Auf dem Cover sind Noel und Mamiya abgebildet, während sie in einer Bahn sitzen. Darunter ist ein weiteres Bild von den Beiden zu finden. Durch die neue Regelung ist leider das große FSK-Logo abgebildet, Wendecover ist leider keines vorhanden. Auf der Rückseite ist die obere Hälfte mit einer Filmszene gestaltet, welche durchgehend in Farbe gezeigt wird. Im Übergang zu diesem Bild fängt bereits der Covertext an, rechts von einem freigestellten Bild. Ganz unten befinden sich die technischen Daten.

 

 

Bild und Ton

 

Das Bild wirkt leider teilweise unscharf und manche Ränder/Übergänge wirken verpixelt. Man hat die ganze Zeit über das Gefühl, als würde das Bild leicht rauschen, dies ist jedoch kein großes Hindernis, da dies nur bedingt der Fall ist und man sich auch so an die etwas "schwache" Bildqualität gewöhnt (es wird im Booklet erwähnt, dass das Budget begrenzt war). Boys Love kann man sich auf deutsch oder japanisch ansehen, je nachdem gibt es dazu passende Untertitel, die in einer gelben Schrift mit schwarzer Umrandung gezeigt wird. Die deutsche Synchronisation ist meines Erachtens nicht so gut gewählt. Noel ist eigentlich noch minderjährig und geht noch zur Schule, er hat jedoch für meinen Geschmack eine viel zu tiefe Stimme (die japanische Version klingt leider auch etwas zu tief, doch lassen sich die Stimmen der Schauspieler schlecht beeinflussen, was man bei der deutschen Version sehr wohl machen hätte können). Ich persönlich habe mir den Film auf japanisch mit deutschen Untertiteln angesehen, da ich auch finde, dass die Mundbewegungen des Japanischen mit der der deutschen Sprache einfach nicht so recht zusammen passen. Die Untertitel waren sehr gut und sind fehlerfrei.


Bonusmaterial

Das Bonusmaterial besteht aus einem recht informativen Making Of, worin die Schauspieler und der Regisseur u.a. interviewt werden und Ausschnitte der Dreharbeiten gezeigt werden. Natürlich wird auch das Thema Homosexualität angesprochen und die anfänglichen Schwierigkeiten/Probleme, die die Schauspieler mit dieser schauspielerischen Herausforderung hatten. Außerdem befindet sich noch ein achtseitiges Booklet in der Hülle, indem der Film und deren Schauspieler kurz beschrieben werden. Auf einer Seite befinden sich ein paar Aussagen, in Form von Zitaten, die der Regisseur während des Making Ofs von sich gegeben hat. Screenshots sowie weitere Shonen-Ai Manga und Anime werden ebenfalls gezeigt.

 


Gesamteindruck

Boys Love ist auf jeden Fall ein toller Film und für jeden Shonen Ai-/Boys Love-Fan geeignet. Die Qualität hätte besser sein können, jedoch liegt dies an dem geringen Budget das zur Verfügung stand und für diese Umstände ist ihnen eine tolle und tragische Liebesgeschichte mit Tiefgang gelungen. Man fühlt mit den einzelnen Personen mit und leidet mit ihnen. Noels Verhalten ist anfangs unergründlich und die Antwort auf sein Leiden findet man tief in seiner Vergangenheit. Die Schauspieler selbst waren u.a. bereits bei Prince of Tennis auf der Bühne zu sehen. Boys Love zeigt eigentlich eine normale Liebesgeschichte mit halbwegs realistischen Elementen. Natürlich sind einige Geschehnisse nicht unbedingt realistisch, jedoch bleibt das Ende zum Beispiel auf diese Weise bestimmt in Erinnerung und lässt die Zuseher nachdenklich werden. Besonders gut hat mir gefallen, dass während des Films immer wieder Zitate von berühmten Personen erwähnt werden, die sich mit dem Thema "Liebe" beschäftigen. So findet man zum Beispiel "Wo immer einer von uns ist, sind wir beide" (Ernest Hemingway). Natürlich passen sich diese Sprüche immer an die jeweilige Situation an, sodass auch manche Sprüche mehr in die negative Richtung gehen, wenn zum Beispiel jemand eifersüchtig oder verwirrt ist. Während dem Film sind mir einige Fehler aufgefallen, wo in einer Szene kurz der Schatten des Mikrofons auf einer Wand zu sehen ist, oder Noel in einem Bettlaken eingewickelt ist und man kurz eine schwarze Boxershort sehen kann - in der nächsten Situation lässt er dieses jedoch fallen und er steht vollkommen nackt da. Besonders stark fiel mir auf, dass in der Vergewaltigungsszene recht stark auf Noels linke Gesichtshälfte eingeschlagen wird, jedoch die Verletzungen am nächsten Tag dann fast zur Gänze auf der rechten Gesichtshälfte geschminkt wurden. Mir hat Boys Love wirklich gut gefallen, ich musste es mir jedoch auf japanisch ansehen, da es meiner Meinung nach einfach besser passt und die Emotionen besser zum Ausdruck kommen. Boys Love wurde mit großer Überraschung so beliebt, dass es sogar eine Manga-Adaption zum Film gibt (die Review dazu findet ihr >>hier<<). Shonen Ai- und Boys Love-Fans kann ich den Film wirklich nur empfehlen, da dieser Realfilm perfekt die Elemente eines Shonen Ai Manga widerspiegelt!

 




Screenshots

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© Shiva

© 2006 Tornado Film / Anime House


An dieser Stelle möchten wir uns auch gerne bei Anime House bedanken, für die freundliche Bereitstellung eines Rezensionsexemplar.

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Autor:
Shiva
Geschrieben:
05.01.2010 / 17:28
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Bildformat:
16:9
Bonus:
Making Of, Booklet
FSK:
16 Jahre
Genre:
Boys Love
Herausgeber:
Anime House
Laufzeit:
ca. 83 Minuten
Preis:
17,95 (Amazon/UVP)
Sprachen:
Deutsch, Japanisch
Untertitel:
Deutsch, Englisch